Sophie Aston, Laura Bruce, Laura Horelli/Simon Tjimbawe,
Zahid Hussain, John Isaacs, Sabrina Jung, Jaspar Joseph-Lester,
Wolf von Kries, Ines Lechleitner, Clio MacMellan, PÄtzug/Hertweck,
Dana Perrotti, Lucy Powell, Jonathan Michael Ray, Theresa Robinson,
Henrik Schrat, Ulrika Segerberg, Melanie Stidolph, Moira Zoitl
„Familie ist, woran man sich reiben kann. Egal, wo sie ist.“ (Benjamin von Wyl)
Wie haben uns die allerersten Beziehungen geprägt und unsere Identität geformt?
Auf welche Weise erinnern wir uns daran? Wie fühlen wir uns dabei? Dies sind Fragen
auf die die Künstler:innen der Ausstellung Family Crinkles verschiedene Antworten haben,
noch mehr Fragen stellen und den Betrachter:innen wache Ideen schenken.
Jede und jeden betrifft die Thematik wie wir in gesellschaftlichen Konstellationen und ihren
Regeln und Normen leben. Entstehen in familialen Strukturen Vertrauensverhältnisse und
einander stärkende Gemeinschaften oder verlieren sich ihre Mitglieder, leben nebeneinanderher,
treiben auseinander oder haben keinen Kontakt mehr? „Eine funktionale Familie ist der
gesunde Nährboden, auf dem sich Menschen entwickeln können.“ (bell hooks)
Es wird Selbst-
achtung gelernt, Autonomie und Abhängigkeit befinden sich im Einklang. Oftmals werden
diese jedoch ständig neu verhandelt. Meistens trifft der Begriff der Ambivalenz dieses Gefühl,
das wir mit dem Terminus Familie verbinden.
M I N D S H A P E S von KÖpfen, die dazwischen sind
MEhTAP BAYDU, REBEKKA BEnzenberg, PAtricia Dreyfus
Ilse Henin, MArianna Ignataki, Sabrina Jung, Olene Pronkina
Heidi Sill, Charlie Stein, Anna Steinert, Andrea Winkler Sound Wallners kuratiert von Harald F. Theiss
Vernissage 21. Januar 2026 19:00 Uhr
Finissage 15. März 2026 16:00
22.1. – 15.3.2026
Der Kopf ist ein universelles Thema, das in der Alltagskultur durch Redewendungen im kollektiven
Gedächtnis verankert ist. In einer Zeit, in der vieles offenbar in Unordnung geraten ist, regt das
Projekt nicht nur zum Nachdenken über eine andere Ordnung an, sondern auch über noch nicht
existierende Gesellschaftsbilder und stellt bestehende infrage. Die Redewendung „Die Welt steht
Kopf” beschreibt eine Situation, in der die Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten. Eine kopflos
gewordene Zeit ist hingegen keine gängige Redewendung, sondern eine metaphorische
Beschreibung für eine chaotische, unstrukturierte oder orientierungslose Zeit, in der es an Plan,
Zusammenhang oder Kontrolle mangelt. Der Ausdruck kann sich auf eine Neuordnung beziehen,
die folgt, wenn sich die Dinge überstürzen. Ähnlich wie eine Person, die „kopflos“ handelt. Es ist
Zeit den Kopf freier zu bekommen und sich in einer „verdrehten“ Gegenwart über den Kopf hinaus
zu beschäftigen: "Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden". (René Descartes)
MOTHER Galerie Gisela Clement 27.9.24 – 28.3.2025
Anouk Lamm Anouk, Yasmina Assbane, Günter Brus, Louisa Clement,
Georg Herold,Sanja Iveković, Sabrina Jung, Mel E. Logan & Sidney Logan,
Anna Oppermann, Margot Pilz, Ulrike Rosenbach, Judith Samen,
Michael Sardelic, Mariuccia Secol, Annegret Soltau, Gabriele StÖtzer,
Ivonne Thein, Maria Tabola, Paloma Varga Weisz
26.9.2024 – 25.4.2025
MOTHER versammelt Perspektiven von Künstler*innen unterschiedlicher Generationen.
Es entsteht ein Tableau fragiler Schönheit, das Mutterschaft sowohl als eine radikale körperliche
und seelische Erfahrung thematisiert als auch die gesellschaftlichen und politischen Ansprüche an
Mutter- und Elternschaft hinterfragt und neue Formen familiärer Beziehungen darstellt. Kaum eine
andere gesellschaftliche Aufgabe wird so kritisch beäugt, kommentiert und beurteilt wie die Bezieh-
ung von Eltern zu ihren Kindern und es scheint dabei gerade für Frauen keinen Raum zwischen
Rabenmutter und Tradwife (dt. traditionelle Ehefrau) zu geben.
21 × 28 cm, 32 pages, 32 colored illustrations
with texts by Julia Wirxel, Miriam Schmedeke
Edition of 250, numbered
ISBN
987-3-00-080269-0
This publication provides an insight into the artistic work of Sabrina Jung.
Based on found footage photographs, she creates gender-fluid fictional portraits
within her series “Queers”. The “Good Mothers” reflect the social role of the mother
in today's society, showcasing girl´s acting with their puppet dolls – sometimes nicely,
occasionally carelessly.
SPRENGEL FOTO BLOG
4 Fragen an... Sabrina Jung
von Stefan Gronert, Kurator am Sprengel Museum, Hannover
Soufiane Ababri · Leigh Bowery · Katherine Bradford
Julia BÜnnagel · Hans Diernberger & Will Saunders
Jochen Flinzer · Félix González-Torres · Harry Hachmeister
Keith Haring · Peter Hujar · Oliver Husain · Verena Issel
Sabrina Jung · Barish Karademir & Walter SchÜtze · Zora Kreuzer
Navot Miller · Mrzyk & Moriceau · Andreas Oehlert · Jens Pecho Martin Pfeifle · Claus Richter · Chloe Sherman · Cindy Sherman Otakar Skala · Andy Warhol · Thilo Westermann · Tobias Zielony
Heute erfährt queere Gegenwartskunst internationale Aufmerksamkeit, die auch
eine neu gewonnene Sichtbarkeit von gender-nonkonformen Künstler*innen und
Inhalten umfasst. Die Ausstellung Who’s Afraid Of Stardust? Positionen queerer
Gegenwartskunst zeigt Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Videoarbeiten,
Skulpturen, Performances, Raum- wie Lichtinstallationen von 30 Künstler*innen.
Heterogen sind die Identitäten, Lebensmodelle und Ausdrucksweisen, die in der
LGBTIQA*-Szene zusammenfinden. Variantenreich sind auch die künstlerischen
Kommentare, die um Leben und Begehren jenseits der Heteronormativität kreisen,
mit Geschlechterrollen und -grenzen spielen und zu einer Überprüfung begrenzter
Vorstellungen von Geschlecht und Identität auffordern.
STARDUST Katalog
Ausstellungsmagazin „Who’s Afraid Of Stardust? Positionen queerer Gegenwartskunst“
hrsg. Kunsthaus und Kunsthalle Nürnberg im KunstKulturQuartier 2023, 200 Seiten.
Im Mittelpunkt stehen die an der Ausstellung beteiligten Künstler*innen. Zugleich ist das
Magazin auch eine Fundgrube für alle Leser*innen, für die Queerness noch Neuland ist:
Das Magazin enthält neben einem Glossar, das zentrale Begriffe erläutert, auch Interviews
mit Wissenschaftler*innen der Gender und Queer Studies, Texte über queere Pop- und
Filmgeschichte, Ballroom Culture, queere Mode, die Geschichte der Prides in Deutschland
sowie die Entwicklung des § 175. Literarische und gesellschaftspolitische Texte von
24 Autor*innen u. a. von Benno Gammerl, Alexander Graeff, Hanne Loreck, Daniel Schreiber
und Hengameh Yaghoobifarah ergänzen den multi¬perspektivischen Blick auf queere Kultur.
Verlag für moderne Kunst ISBN 978-3-99153-050-3
19,00 €
Podcast Die Leichtigkeit der Kunst Claudia Linzel im Gespräch mit Sabrina Jung